Allgemeine Geschäftsbedingungen
Energiespartipps
Beratung
Beleuchtung

Energiesparlampen sparen gegenüber Glühlampen rund 80 Prozent Strom. Indirektes Licht (zum Beispiel Deckenfluter) ist uneffizient. Die Beleuchtung gezielt für den Bedarf auswählen: starke Beleuchtung für Arbeitsplätze, schwache Beleuchtung für den allgemeinen Bedarf. Helle Wände und Decken reflektieren das Licht optimal.
Halogenlampen gehören nicht zu den Energie sparenden Lampen. Zwar ist ihre Lichtausbeute gegenüber Glühlampen doppelt so hoch und die Haltbarkeit bis zu viermal länger. Allerdings verbraucht allein das Netzteil der Halogenlampen im Betrieb zirka 10 Prozent Strom der Lampenleistung. Befindet sich der Lichtschalter zwischen Lampe und Netzteil, verschlechtern sich die Verbrauchswerte. Denn wird die Lampe ausgeschaltet, verbraucht das Netzteil weiterhin konstant rund fünf Prozent Strom der Lampenleistung.

Kochen und Backen

Ein Toaster mit Brötchenaufsatz benötigt für das Aufbacken von Brötchen bis zu 70 Prozent weniger Strom als der Backofen. Werden Eier statt auf dem Herd im Eierkocher zubereitet, sind 50 Prozent des Stroms eingespart. Den gleichen Spareffekt haben: Schnellkochtopf gegenüber normalen Töpfen, Kaffeemaschine und Wasserkocher gegenüber dem Kochen von Wasser auf dem Herd. Erwärmen und Garen von kleinen Speisen bis 400 Gramm ist in der Mikrowelle Energie sparender als auf der Kochplatte. Das Vorheizen des Backofens ist häufig überflüssig. Auch reicht es aus, bereits 10 Minuten vor dem Ende der Garzeit das Gerät auszuschalten und die Nachwärme zu nutzen.

Kühl- und Gefriergeräte

Ein neuer Kühlschrank verbraucht 40 Prozent weniger Strom als ein 20 Jahre altes Modell. Ist eine Gefriertruhe vorhanden, sollte der Kühlschrank kein Gefrierfach beinhalten, denn es benötigt rund 30 Prozent zusätzlichen Strom. Je kühler die Raumluft, desto weniger Strom verbraucht das Gerät. Bis zu sechs Prozent sinkt der Strombedarf je einem Grad niedrigerer Raumtemperatur. Kühl- und Gefriergeräte sollten möglichst nicht neben Heizkörpern oder Haushaltsgeräten stehen, die Wärme abgeben (zum Beispiel: Herd, Geschirrspüler). Beträgt die Temperatur im Kühlschrank sieben statt fünf Grad, fällt der Stromverbrauch um 15 Prozent niedriger aus. Warme Speisen erst abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank kommen. Gefriergeräte regelmäßig abtauen. Bereits eine Eisschicht von zwei Millimetern erhöht den Strombedarf um 15 Prozent.

Unterhaltungselektronik

Bis zu 20 Prozent geringerer Strom-/Energieverbrauch, wenn zum Beispiel Fersehgerät, Hifi-Anlage, PC und Zubehör nicht 24 Stunden im Stand-by-Modus bleiben, sondern ausgeschaltet werden.

Waschmaschine und Wäschetrockner

Wird normal verschmutzte Kochwäsche bei 60 statt 95 Grad gewaschen, spart dies 30 Prozent Strom ein. Weitere 10 Prozent kommen hinzu, wenn der Vorwaschgang entfällt. Erst waschen, wenn die Maschine voll ist, notfalls ein Sparprogramm wählen. Der Wäschetrockner kommt mit 25 Prozent weniger Strom aus, wenn die Wäsche vorher mit 1.600 statt 900 Umdrehungen in der Minute geschleudert wurde.

Geschirrspülmaschine

Erst einschalten, wenn die Maschine voll ist. Vorspülen von Hand ist häufig überflüssig. Für leicht verschmutztes Geschirr das Sparprogramm wählen. Den höchsten Stromverbrauch haben Wasch- und Spülmaschinen, wenn sie das Wasser aufheizen. Ein Teil dieses Stroms lässt sich sparen, indem die Geräte direkt an die Warmwasser-Versorgung angeschlossen werden. Um bis zu 20 Prozent sinkt dadurch zum Beispiel der Stromverbrauch einer Waschmaschine. Viele Hersteller rüsten ihre Maschinen serienmäßig mit einem Warmwasseranschluss aus. Die Übrigen können nachträglich mit Vorschaltgeräten versehen werden. Warmwasser aus Durchlauferhitzern ist wegen des hohen Energieaufwandes allerdings nicht geeignet. Aus folgenden Anlagen sollte das Warmwasser stammen: Öl- und Gaszentralheizung, Fernwärme, Solaranlagen.

Heizen

Rund 80 Prozent des Energieverbrauchs benötigen private Haushalte für das Heizen. Da lohnt es, nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Auch ohne teure Investitionen lässt sich viel Energie sparen.
Im Wohnbereich sollte die Raumtemperatur maximal 20 Grad betragen. Jedes Grad weniger spart sechs Prozent der Heizenergie. In der Küche genügen 18 Grad und im Schlafzimmer 17 Grad Raumtemperatur. Thermostatventile an den Heizkörpern regeln die Zimmertemperatur automatisch. So lassen sich bis zu acht Prozent der Heizenergie einsparen. Richtig heizen bei Abwesenheit: 15 Grad Raumtemperatur bei bis zu zwei Tagen Abwesenheit, 12 Grad oder sogar Frostschutzposition am Thermostatventil bei einem längeren Zeitraum. Nachts die Raumtemperatur um fünf Grad absenken, falls die Heizungsanlage dies nicht automatisch steuert. Gekippte Fenster entlassen viel Wärme, sorgen aber kaum für frische Luft. Erst die Heizkörper abdrehen, dann die Fenster weit öffnen. Nachts verringern geschlossene Rollläden die Wärmeverluste durch die Fenster um bis zu 20 Prozent und Vorhänge immerhin um bis zu 10 Prozent. Werden Heizkörper tagsüber durch Verkleidungen, Einrichtungsgegenstände oder Gardinen verdeckt, ist ihre Wärmeabgabe blockiert. Die Heizkosten steigen um rund fünf Prozent. Elektrische Zusatzheizungen sind Energieverschwendung und sollten nur im Notfall eingesetzt werden. Eine regelmäßige Wartung der Heizungsanlage sichert das optimale Verhältnis von Energieverbrauch und Wärmeerzeugung.

Moderne Heiztechnik – für alle ein Gewinn

Über die Hälfte des Jahres wird Heizwärme benötigt. Der richtige Wärmeschutz und sparsame Heizungsanlagen können große Mengen an Energie und damit Kosten sparen. Bis zu zwei Drittel beträgt das Sparpotenzial bei Gebäuden, die älter als 20 Jahre sind. Doch auch bei neueren Wohnungen lohnen sich oft Energiesparmaßnahmen. Die Energieeinsparverordnung schreibt vor, dass in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen die Heizungsrohre und Warmwasserleitungen in unbeheizten Räumen bis Ende 2006 gedämmt werden müssen. Die Wärmedämmung der Außenwände und/oder des Daches spart jährlich bis zu 10 Liter Heizöl oder 10 Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Außenfläche ein.
Verschiedene Möglichkeiten zur Wärmedämmung sind:
  • Dämmung der Außenwände von außen
  • Dämmung der Außenwände und Heizkörpernischen von innen
  • Dämmung des Daches oder der oberen Geschossdecke
  • Dämmung der Kellerdecke
  • Energiesparende Fenster mit Mehrscheiben-Isolierverglasung, dämmenden Rahmen und abgedichteten Fensterfugen

Weitere Infos:


Informationen zu Anbietern von wirksamen Maßnahmen zur Energieeffizienzverbesserung und Energieeinsparung sowie ihren Angeboten finden Sie auf einer bei der Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) öffentlich geführten Anbieterliste unter www.bfee-online.de.

Informationen zu Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung mit Vergleichswerten zum Energieverbrauch sowie Kontaktmöglichkeiten zu Verbraucherorganisationen, Energieagenturen oder ähnlichen Einrichtungen erhalten Sie auf folgender Internetseite: www.ggv-energie.de oder www.ganz-einfach-energiesparen.de.

Den aktuellen Ratgeber „Wärmedämmung – vom Keller bis zum Dach“ können Sie gegen Gebühr bestellen bei:

Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Markgrafenstraße 66
10969 Berlin
www.vzbr.de

dena - Deutsche Energie-Agentur
Chausseestarße 128a
10115 Berlin
www.deutsche-energie-agentur.de

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin
www.bmwi.de

Heizungssysteme erneuern

Heizungssysteme, die älter als 10 Jahre sind, verbrauchen meist zu viel Energie und leisten im Verhältnis wenig. Nur 60 bis 70 Prozent der eingesetzten Energie wird in Wärme umgewandelt, der Rest verschwindet durch den Schornstein. Dagegen nutzen moderne Heizungssysteme bis zu 98 Prozent, Brennwertgeräte sogar bis zu 110 Prozent der Heizenergie. Die Energieeinsparverordnung schreibt für Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen vor, dass Heizkessel, die vor dem 1. Oktober 1978 in Betrieb genommen wurden, bis Ende 2006 ersetzt werden müssen.
Wichtig bei der Auswahl einer neuen Heizungsanlage:
  • zu Gebäude oder Wohnung passende Dimensionierung der Anlage
  • die passende Umwälz- und Zirkulationspumpe
  • eine ausreichende Dämmung des Rohrsystems
  • Kombinationsanlagen mit indirekt beheiztem Warmwasserspeicher

Weitere Infos:


Unter dem Titel „So machen Sie Ihr Haus zur Spardose“ informiert das Umweltbundesamt.

Warmwasser

Den zweiten Platz im Energieverbrauch eines Haushalts belegt mit 10 bis 15 Prozent die Warmwasser-Versorgung. Jede Person benötigt rund 30 Liter warmes Wasser pro Tag. Der sparsame Umgang senkt gleichzeitig den Wasserverbrauch und die Energiekosten:

  • Wasser sparende Armaturen in Bad und Küche verringern den Verbrauch.
  • Ein Wannenbad benötigt dreimal so viel Wasser und Energie wie eine sechsminütige Dusche.
  • Mischbatterien verhindern den Abfluss ungenutzten Wassers bis zur gewünschten Temperatureinstellung.
  • Verliert ein defekter Wasserhahn 10 Tropfen Wasser pro Minute, summiert sich dies in einem Monat auf 170 Liter.
  • Die optimale Betriebstemperatur von Warmwasserspeichern beträgt 60 Grad. Das entspricht an einigen Geräten der Einstellung „E“.
  • Ein regelmäßiges Warten und Entkalken der Warmwassergeräte spart zusätzliche Energie.
Haben Sie weitere Tipps, so informieren Sie uns doch bitte. Wir ergänzen die vorstehende Liste gerne.
Die GGV wünscht Ihnen viel Erfolg beim sparsamen Umgang mit der Energie.


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